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Zinseszinsrechner

Kostenlos 4.8 (1.543) 4. Juni 2026

Du willst wissen, wie sich 10.000 € Tagesgeld bei 3% in 10 Jahren entwickeln? Oder was ein ETF-Sparplan von 200 € monatlich bei 7% nach 25 Jahren wert ist? Dieser kostenlose Zinseszinsrechner löst die drei häufigsten Fragen: Endkapital, Wachstum mit monatlichem Sparplan und Laufzeit bis zum Sparziel — immer mit Formel und Rechenweg, damit du den Zinseszinseffekt wirklich verstehst.

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Wie viel wird aus meiner Einlage?
Berechne den Endwert einer einmaligen Anlage. Ideal für Tagesgeld, Festgeld oder eine einmalige Investition ohne Sparrate.
%
Endkapital
81.164,97 €
Insgesamt eingezahlt 10.000 €
Erwirtschaftete Zinsen 71.164,97 €
⚡ Schnelle Beispiele
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Was ist Zinseszins?

Zinseszins ist der Zins, der nicht nur auf das Anfangskapital, sondern auch auf bereits erwirtschaftete Zinsen berechnet wird. Anders als bei einfachen Zinsen — die nur auf den Startbetrag gezahlt werden — verdienen sich Zinsen durch Zinsen, was zu exponentiellem Wachstum führt. Das ist das Prinzip hinter ETF-Sparplänen, der Riester-Rente und Festgeld mit Zinsthesaurierung.

So funktioniert es

So Funktioniert der Zinseszinseffekt

Vier Faktoren bestimmen, wie stark dein Geld wachsen wird. Wer jeden versteht, kann alle vier optimieren.

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Anfangskapital

Deine Starteinlage — der Samen. Mehr Anfangskapital bedeutet mehr Zinsen pro Periode, aber das Kapital ist weniger wichtig, als du denkst. Zeit und Zinssatz dominieren über Jahrzehnte.

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Zinssatz

Die jährliche Rendite. Tagesgeld bringt 2-3,5%, Festgeld 2,5-4%, MSCI-World-ETFs ~6-8% nominal im historischen Schnitt. Höherer Satz = exponentiell mehr Wachstum, besonders langfristig.

Laufzeit

Die mächtigste Variable. Zinseszins ist nicht linear: Verdoppelte Zeit bringt mehr als doppelte Rendite. Mit 25 statt 35 zu starten kann am Ende 2-3× mehr Geld bedeuten — bei identischen Einzahlungen.

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Zinsperiode

Wie oft Zinsen dem Kapital zugeschlagen werden. Täglich schlägt monatlich schlägt jährlich, aber der Mehrwert sinkt schnell. Der Unterschied zwischen monatlich und täglich ist meist unter 0,05% effektiv.

Zinsperioden vergleichen

Vergleich der Zinsperioden

So entwickeln sich dieselben 10.000 € zu 10% jährlich über 5 Jahre je nach Zinsperiode. Die Gewinne werden kleiner — der Sprung von jährlich zu monatlich ist groß, von monatlich zu täglich kaum spürbar.

ZinsperiodePerioden / JahrEndkapitalErwirtschaftete ZinsenEffektivzins
Jährlich116.105 €6.105 €10,000%
Halbjährlich216.289 €6.289 €10,250%
Vierteljährlich416.386 €6.386 €10,381%
Monatlich1216.453 €6.453 €10,471%
Täglich36516.486 €6.486 €10,516%
Kontinuierlich16.487 €6.487 €10,517%
Monatliche Verzinsung ist Standard bei deutschen Tagesgeld- und Festgeldkonten. Einige Anbieter wie ING, DKB oder Consorsbank verzinsen täglich, was pro 10.000 € nur wenige Euro im Jahr mehr bringt.
Die Mathematik

Die Zinseszinsformel Erklärt

Drei Formeln decken praktisch alle Zinseszins-Szenarien ab. Die erste reicht für die meisten Fälle; die anderen zwei für Spezialfälle.

Standard-Zinseszinsformel
K = K₀ × (1 + p/n)^(n × t)
  • K Endkapital (was du haben wirst)
  • K₀ Anfangskapital
  • p Jahreszinssatz (dezimal: 0,07 für 7%)
  • n Verzinsungen pro Jahr (12 für monatlich)
  • t Laufzeit in Jahren

Beispiel: 10.000 € zu 7% monatlich verzinst über 30 Jahre → K = 10.000 × (1 + 0,07/12)^(12×30) = 81.164,97 €

Mit regelmäßiger Sparrate
K = K₀(1+p/n)^(nt) + R × [(1+p/n)^(nt) − 1] / (p/n)
  • R Sparrate pro Periode (z.B. 200 €/Monat)

Wird bei regelmäßigem Sparen verwendet — wie beim ETF-Sparplan oder Riester. Der R-Term ist der Endwert einer nachschüssigen Rente, addiert zum Wachstum des Kapitals.

Stetige Verzinsung
K = K₀ × e^(p × t)
  • e Eulersche Zahl ≈ 2,71828

Theoretisches Maximum. Mit unendlicher Zinsperiode konvergiert es zu diesem Grenzwert. Wird in der Finanzmathematik zur Optionsbewertung verwendet — kaum ein Endkundenprodukt verzinst stetig.

Effektivzins aus Nominalzins
Effektivzins = (1 + p/n)^n − 1

Wandelt den nominalen Zinssatz in den effektiven Jahreszinssatz um, nachdem die Verzinsungsperiode berücksichtigt wurde. Banken müssen den Effektivzins gemäß PAngV ausweisen.

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Der Unterschied

Einfache Zinsen vs Zinseszins

Einfache Zinsen lassen dein Geld linear wachsen, Zinseszins lässt es exponentiell wachsen. Die Tabelle zeigt, was aus 10.000 € zu 8% über 30 Jahre wird — bei beiden.

Einfache Zinsen

Zinsen werden nur auf das Anfangskapital berechnet — nie auf bereits verdiente Zinsen. Wird bei einigen Kurzzeitkrediten und manchen Anleihen verwendet.

  • Lineares Wachstum — vorhersehbar, aber begrenzt
  • 10.000 € zu 8% × 30 Jahre = 34.000 € insgesamt
  • 24.000 € reine Zinsen
  • Verwendung: einige Verbraucherkredite

Zinseszins

Zinsen verdienen Zinsen. Jede Periode kommen erwirtschaftete Zinsen zum Kapital und beginnen, eigene Zinsen zu generieren. Die Basis fast aller Geldanlagen.

  • Exponentielles Wachstum — beschleunigt sich mit der Zeit
  • 10.000 € zu 8% × 30 Jahre = 100.627 € insgesamt
  • 90.627 € Zinsen — 3,8× mehr als einfach
  • Verwendung: Tagesgeld, ETFs, Hypotheken
JahreEinfache ZinsenZinseszinsDifferenz
110.800 €10.830 €+30 €
514.000 €14.898 €+898 €
1018.000 €22.196 €+4.196 €
1522.000 €33.069 €+11.069 €
2026.000 €49.268 €+23.268 €
2530.000 €73.402 €+43.402 €
3034.000 €109.357 €+75.357 €
Basierend auf 10.000 € zu 8% (monatlich verzinst in der Zinseszinsspalte). Die Lücke wird mit der Zeit dramatisch größer — deshalb zählt Zeit mehr als der Zinssatz.
Schnelle Schätzung

72er-Regel — Wann Verdoppelt Sich dein Geld?

Die 72er-Regel ist eine Kopfrechen-Abkürzung: Teile 72 durch deine jährliche Rendite und du erhältst grob die Jahre bis zur Verdopplung. Sie ist erstaunlich genau zwischen 4% und 12%. 10.000 € verdoppeln? Bei 6% ~12 Jahre. Bei 8% ~9 Jahre. Bei 12% ~6 Jahre.

Jährliche RenditeSchätzung 72er-RegelTatsächliche JahreDifferenz
2%36,0 Jahre35,0 Jahre+1,0 J
4%18,0 Jahre17,7 Jahre+0,3 J
6%12,0 Jahre11,9 Jahre+0,1 J
8%9,0 Jahre9,0 Jahre0,0 J
10%7,2 Jahre7,3 Jahre−0,1 J
12%6,0 Jahre6,1 Jahre−0,1 J
15%4,8 Jahre5,0 Jahre−0,2 J
Am genauesten bei ~8%. Für Zinssätze unter 4% oder über 12% nutze die 69,3er-Regel (genauer bei kontinuierlicher Verzinsung) oder verwende den Rechner oben für exakte Zahlen.
Nicht verwechseln

Nominalzins vs Effektivzins — Was ist der Unterschied?

Nominalzins und Effektivzins beschreiben beide Zinssätze, messen aber Unterschiedliches. Banken sind in Deutschland gesetzlich verpflichtet, den Effektivzins anzugeben. Den Unterschied zu kennen kann hunderte Euro sparen.

🏦

Nominalzins

Der einfache Jahreszinssatz vor Berücksichtigung der Verzinsungsperiode. Spiegelt nicht wider, was du wirklich zahlst (Kredit) oder bekommst (Geldanlage). Der 'Listenpreis' des Zinses.

  • Verwendung: Werbung für Kredite, Hypotheken
  • Schließt Verzinsungseffekt aus
  • Oft als 'Zinssatz' beworben
  • Niedrigere Zahl — immer kleiner als Effektivzins
📊

Effektivzins

Der tatsächliche Jahreszinssatz inklusive Verzinsungsperiode und Gebühren. Was du wirklich zahlst oder bekommst. Gesetzlich vorgeschrieben gem. PAngV.

  • Verwendung: Hypotheken, Sparkonten, ETF-Sparpläne
  • Beinhaltet Verzinsung und Gebühren
  • Gesetzlich vorgeschrieben (PAngV)
  • Die echte Zahl — nutze sie immer zum Vergleich
NominalzinsEffektivzins (monatlich)Effektivzins (täglich)Differenz
1,00%1,005%1,005%≈ 0,005%
3,00%3,042%3,046%+0,046%
4,00%4,074%4,081%+0,081%
8,00%8,300%8,328%+0,328%
12,00%12,683%12,747%+0,747%
Ein Tagesgeldkonto mit '4% Nominalzins' bei täglicher Verzinsung bringt tatsächlich 4,081% effektiv — bei niedrigen Zinsen klein, bei hohen relevant.
Warum Zeit gewinnt

Die Macht des Frühen Anfangs

Sarah und Markus. Sarah beginnt mit 25 zu sparen; Markus wartet bis 35. Beide zahlen 500 €/Monat zu 8% Rendite bis 65. Sieh dir an, was passiert — Sarah zahlt deutlich weniger ein, hat aber am Ende deutlich mehr, weil ihr Geld 10 zusätzliche Jahre Zinseszins-Zeit hat.

Gewinnerin

Sarah — Früh gestartet

25 → 65 Jahre (40 Jahre)

Monatliche Sparrate 500 €
Spar-Jahre 40 Jahre
Eingezahlt insgesamt 240.000 €
Verdiente Zinsen 1.505.975 €
Mit 65 Jahren
1.745.975 €

Markus — Spät gestartet

35 → 65 Jahre (30 Jahre)

Monatliche Sparrate 500 €
Spar-Jahre 30 Jahre
Eingezahlt insgesamt 180.000 €
Verdiente Zinsen 565.000 €
Mit 65 Jahren
745.000 €
Sarah zahlte nur 60.000 € mehr ein als Markus, hatte am Ende aber über 1 Million € mehr. Die 10 zusätzlichen Jahre Zinseszins-Wirkung haben ihr Endkapital mehr als verdoppelt. Deshalb predigen Finanzberater 'früh anfangen' auch bei kleinen Beträgen — ein 22-Jähriger mit 100 €/Monat schlägt oft einen 40-Jährigen mit 500 €/Monat.
Wo es vorkommt

Anwendungen aus dem Alltag

Zinseszins ist nicht nur Theorie — er steckt hinter fast allen großen Finanzentscheidungen. Hier triffst du ihn im Alltag.

🏖️

ETF-Sparplan zur Altersvorsorge

Ein MSCI-World-Sparplan ist Deutschlands beliebtester Vermögensaufbau. 200 €/Monat von 25 bis 65 bei 7% = ~525.000 €. Tax: 25% Abgeltungsteuer auf Gewinne, mit 1.000 € Freibetrag pro Person.

🏠

Baufinanzierung

Zinseszins arbeitet bei Schulden gegen dich. Ein Baudarlehen über 300.000 € auf 25 Jahre zu 3,8% kostet 477.000 € total (177.000 € Zinsen). Sondertilgungen in den ersten Jahren reduzieren die Gesamtkosten erheblich.

💳

Dispokredit & Kreditkarte

Der gefährlichste Zinseszins. Dispokredite (10-14%) und Kreditkartenkredite (15-20%) verzinsen monatlich. 3.000 € im Dispo zu 12% jahrelang kostet schnell 500 €+ Zinsen pro Jahr. Sofort umfinanzieren!

📊

Riester & Rürup

Staatlich geförderte Altersvorsorge kombiniert Zinseszins mit Zulagen. Riester bringt jährlich 175 € Grundzulage plus 300 € pro Kind. Über 40 Jahre mit Verzinsung wird das zu einem signifikanten Vermögen.

Wachstum maximieren

5 Tipps für Maximalen Zinseszinseffekt

  1. 1

    So früh wie möglich anfangen — Zeit ist deine stärkste Waffe

    Selbst 50 €/Monat ab 22 schlagen 200 €/Monat ab 35. Die exponentielle Natur des Zinseszins bedeutet, dass das erste Jahrzehnt mehr zählt als das letzte. Junior-Depots für Kinder geben ihnen 50+ Jahre Zinseszins-Zeit.

  2. 2

    Konstant bleiben — Sparplan auch bei Crashes durchziehen

    Richte automatische monatliche Überweisungen ein und stoppe sie nicht bei Kurseinbrüchen. Niedrige Preise sind genau, wann der DCA-Effekt (Cost Averaging) Mehrrendite bringt. Aussetzen in Bärenmärkten ist Hauptgrund für Underperformance.

  3. 3

    Dividenden reinvestieren — alles soll mit-verzinsen

    Wähle thesaurierende ETFs (acc) statt ausschüttende (dist). Über 30+ Jahre haben reinvestierte Dividenden 40-50% der Gesamtrendite ausgemacht. Dividenden auszahlen lassen reduziert das Endkapital drastisch.

  4. 4

    Steuervorteile nutzen — Riester, Rürup, betriebliche Altersvorsorge

    Steuern fressen Zinseszins. 7% nominal werden zu ~5% nach Abgeltungsteuer im Depot. Riester/Rürup-Beiträge sind voll absetzbar (bis 25.787 € pro Jahr 2024), die Erträge wachsen steuerfrei bis zur Auszahlung.

  5. 5

    Gebühren minimieren — schon 1% kostet 30 Jahre Rendite

    Eine TER (Total Expense Ratio) von 1% klingt klein, kostet aber über 40 Jahre 25-30% des Endkapitals. ETFs (TER 0,03-0,30%) sind aktiv gemanagten Fonds (1,5-2%) klar überlegen. Gebühren verzinsen sich gegen dich genauso wie Zinsen für dich.

Vermeide diese

Häufige Zinseszins-Fehler

  1. 1

    Warten, bis man 'mehr Geld hat'

    Der größte Fehler. 5 Jahre zu warten, um 500 €/Monat zu sparen statt sofort 200 €/Monat — du verlierst 5 Jahre Zinseszins-Zeit auf alles, was du hättest einzahlen können. Diese Zeit kannst du nie zurückholen.

  2. 2

    Riester-Vertrag bei Jobwechsel kündigen

    Vorzeitige Kündigung der Riester-Rente bedeutet Rückzahlung aller Zulagen und Steuervorteile plus Verlust der weiteren Verzinsung. Lieber beitragsfrei stellen oder zu einem günstigeren Anbieter (z.B. Fairr/ETF-Riester) wechseln.

  3. 3

    Investieren trotz teurer Schulden

    Mit 7% in einen ETF zu investieren und gleichzeitig 12% Dispo zu zahlen heißt: 5% pro Jahr verlieren. Tilge Schulden über 6-7% zuerst, bevor du sparst. Ausnahme: Niemals den Arbeitgeberzuschuss zur bAV verfallen lassen.

  4. 4

    Inflation in der Rechnung ignorieren

    Inflation verzinst sich gegen dich. Ein 'sicheres' Tagesgeld zu 3% schlägt 2% Inflation nur knapp — deine reale Rendite ist 1%. Um Kaufkraft zu erhalten, brauchst du Anlagen, die historisch deutlich über der Inflation liegen (Aktien-ETFs, Immobilien).

  5. 5

    Markt-Timing versuchen statt investiert bleiben

    Nur die 10 besten DAX-Tage in 20 Jahren zu verpassen halbiert deine Rendite ungefähr. Die besten Tage liegen oft nahe der schlechtesten — in einem Crash verkaufen heißt meist, die Erholung zu verpassen. Bleibe investiert.

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Häufig gefragt

Beliebte Fragen zu Zinseszins

Wie lautet die Zinseszinsformel mit monatlicher Sparrate?

EK = K₀(1 + p/12)^(12t) + R × [(1 + p/12)^(12t) − 1] / (p/12). Der erste Term ist der Endwert des Anfangskapitals, der zweite der Endwert des Sparplans. R ist die monatliche Rate, p der Jahreszinssatz als Dezimal, t die Laufzeit in Jahren.

Wie viel sind 10.000 € in 20 Jahren bei 7% wert?

10.000 € zu 7% monatlich verzinst über 20 Jahre werden zu 40.387 €. Bei 8% zu 49.268 €. Bei 5% zu 27.000 €. Dieselben 10.000 € mit 200 €/Monat Sparplan dazu bei 7% wachsen auf 144.786 € in 20 Jahren.

Verzinsen sich Schulden auf Kreditkarten auch nach Zinseszins?

Ja — und brutal. Kreditkarten verzinsen monatlich, ein nominaler 18% wird zu 19,56% effektiv. 3.000 € Kreditkartenschulden bei 18% mit Mindestraten zu tilgen dauert 12+ Jahre und kostet 3.500 €+ Zinsen. Das teuerste Konsumkredit überhaupt.

Wie oft verzinst sich mein Tagesgeldkonto?

Hängt von der Bank ab. Die meisten deutschen Tagesgeldkonten (ING, DKB, Comdirect, Consorsbank) verzinsen täglich und schreiben monatlich oder vierteljährlich gut. Festgeld verzinst meist jährlich. Schau ins Preis- und Leistungsverzeichnis — der Effektivzins zählt, nicht der Nominalzins.

Werden Zinseszinsen jährlich besteuert?

Im Depot oder Tagesgeld: ja — auf Zinsen und Dividenden zahlst du jährlich Abgeltungsteuer (25% + Soli + ggf. Kirchensteuer). In Riester, Rürup und der betrieblichen Altersvorsorge wird die Besteuerung bis zur Auszahlung aufgeschoben, was deutlich mehr Zinseszins ermöglicht.

Was ist besser: hoher Zinssatz mit seltener Verzinsung oder niedriger mit täglicher?

Fast immer der höhere Zinssatz. 5% jährlich (5,000% effektiv) schlägt 4,8% täglich (4,917% effektiv). Vergleiche immer Effektivzinsen, nicht Nominalzinsen. Die Verzinsungsperiode zählt weniger, als die meisten denken — der Zinssatz zählt mehr.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Zinsen und Zinseszins?

Bei einfachen Zinsen erhältst du nur Zinsen auf dein ursprüngliches Kapital. Beim Zinseszins werden die erwirtschafteten Zinsen wieder angelegt und erzeugen selbst Zinsen. Beispiel: 10.000 € bei 5% über 30 Jahre ergeben mit einfachen Zinsen 25.000 € (15.000 € Zinsen), mit Zinseszins (monatlich) aber 43.219 € (33.219 € Zinsen). Der Unterschied wird mit den Jahren immer größer.

Welcher Zinssatz ist realistisch für Deutschland?

Tagesgeld: 2-3,5% (Stand 2026). Festgeld (1-5 Jahre): 2,5-4%. Bundesanleihen: 2-3%. ETF auf MSCI World oder S&P 500 (historischer Durchschnitt): 6-8% nominal. Riester-Rente: 1-3%. Aktiensparpläne: 5-8%. Sei realistisch — keine 15% reinschreiben und hoffen.

Wie lautet die Zinseszinsformel?

K = K₀ × (1 + p/n)^(n × t). K₀ = Anfangskapital, p = Jahreszinssatz als Dezimalzahl (0,05 für 5%), n = Verzinsung pro Jahr (12 für monatlich), t = Laufzeit in Jahren. Bei monatlicher Sparrate kommt der Endwert der Rente noch dazu.

Wie viel habe ich bei 200 € Sparrate im Monat bei 7% nach 25 Jahren?

Bei 0 € Startkapital und 200 €/Monat monatlich verzinst zu 7% über 25 Jahre kommst du auf etwa 162.000 €. Du hast 60.000 € eingezahlt (200 € × 12 × 25) und 102.000 € Zinsen verdient. Daher der Rat: früh anfangen und durchhalten — selbst kleine Raten wachsen massiv.

Wann verdoppelt sich mein Geld?

Die 72er-Regel: teile 72 durch den Zinssatz. Bei 6% verdoppelt sich dein Geld in 12 Jahren, bei 8% in 9 Jahren, bei 4% in 18 Jahren. Das ist eine Faustformel — der Rechner oben gibt dir das exakte Ergebnis.

Berücksichtigt der Rechner die Inflation?

Nein, er zeigt die nominale Rendite (die Euros, die du tatsächlich hast). Für die reale Rendite zieh die Inflation ab (~2-3% historisch in Deutschland). Aus 7% nominal werden so ~4-5% real. Dein zukünftiges Kapital hat weniger Kaufkraft als heute.

Was bringt es früh anzufangen?

Sehr viel. 200 €/Monat von 25 bis 65 bei 7% = 525.000 €. Mit 35 anfangen bei gleichen 200 €/Monat = 245.000 € (weniger als die Hälfte). Diese 10 Jahre mehr Zinseszinszeit verdoppeln dein Endkapital — und du hast nur 24.000 € mehr eingezahlt.

Ist dieser Zinseszinsrechner wirklich kostenlos?

Ja, komplett kostenlos und ohne Anmeldung. Die Berechnungen laufen lokal in deinem Browser, es werden keine Daten gesendet oder gespeichert. Funktioniert auf jedem Gerät.

Quellen

Quellen & Methodik

Formeln verifiziert nach Publikationen der Bundesbank und BaFin. Historische Renditedaten zitieren Bundesbank, MSCI und Deutsche Börse bis Q4 2025. Steuerliche Regeln gemäß EStG (Einkommensteuergesetz) §20 (Kapitalerträge). Alle Währungsberechnungen verwenden Intl.NumberFormat mit deutscher Lokalisierung.

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